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Delphi Energy Future – food for thoughts auch für kommunale Entscheider

Sven Otto 18. April 2016

Um strategische Entscheidungen mit langen Planungshorizonten zu treffen brauchen Verantwortliche Orientierung und Vorstellung von dem was sie erwarten mag. PwC hat zusammen mit dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) eine Zukunftsstudie nach der Delphi Methode durchgeführt, mit der wir einen systematischen und langfristigen Blick in das Jahr 2040 werfen möchten. Wir ließen uns dabei von der Frage leiten, wie sich Energiesystem in Deutschland, Europa und weltweit verändern. Welche Herausforderungen können in Zukunft auftreten, wie können wir heute schon mögliche Entwicklungen antizipieren, welche strategischen Entscheidungen können wir heute schon treffen? Wir befragten weltweit 350 Experten nach ihrer Einschätzung und Meinung, verknüpften und bewerteten diese.

Die Studie möchte mögliche Entwicklungen aufzeigen und „food for thoughts“ liefern. Sie enthält visionäre Ansätze und mutige Ideen. Der vorliegende Beitrag möchte den Leser auffordern mit den Ergebnissen das komplexe System der Energieversorgung und Daseinsvorsorge weiterzudenken.

Aber auch für Entscheider in den Kommunen, die nicht sich nicht die Energieversorgung auf die Fahnen geschrieben haben, möchten wir hier Entwicklungen skizzieren, die eine Mehrheit der Experten für wahrscheinlich hält und die wir als relevant erachten.

Ein neuer Typ „Stadt“ entsteht

Fast zwei Drittel der Interviewpartner sehen in Zukunft einen neuen und hocheffizienten Typus von Städten entstehen. Diese reduzieren ihren Energiebedarf durch intelligente Vernetzung auf allen Ebenen. Sie halten ein derartiges Szenario für wahrscheinlich, verknüpfen es zudem mit der Erwartung, dass sich die Nutzung dezentraler Erneuerbarer Energien auch auf die gesellschaftliche Selbstorganisation positiv auswirkt.

Zellenstrukturen entstehen – Flexibilisierung nimmt zu

Die Annahme dass Zellenstrukturen und vernetzte Regionen entstehen, hält eine weit überwiegende Mehrheit der Befragten branchen- und fachübergreifen für wahrscheinlich. Dies vor allem in Deutschland, Europa, Nordamerika. Dies beträfe unter Umständen auch weit mehr als reine Energieversorgung. Die Notwendigkeit, das gesamte Portfolio der Daseinsvorsorge in solchen „Zellen“ abzubilden, könnte in Zukunft entstehen.

Photovoltaik als Gamechanger – Biomasse auf dem Rückzug

Mit 63 Prozent ist die deutliche Mehrheit der Interviewpartner davon überzeugt, dass sich die energetische Biomassenutzung aus mehreren Gründen nicht durchsetzen wird. Akzeptanz- und Nutzungskonflikte werden nicht nur für Deutschland und Europa, sondern abgeschwächt auch für viele weitere Regionen der Welt erwartet.

Die überwiegende Mehrheit der Experten geht davon aus, dass sich bahnbrechende neue Technologien im Bereich Photovoltaik (PV) bis zum Jahr 2040 im Markt durchsetzen und die dezentrale Stromerzeugung weiter vorantreiben werden. Diese neuen Technologien „verändern das Spiel“, indem sie die Einsatzbereiche von PV enorm erweitern.

Druck der Verbraucher wächst

Insbesondere der gesellschaftliche Sektor ist überzeugt, dass bis spätestens 2040 die Verbraucher durch ihr Nachfrageverhalten entscheidenden Druck auf die Nachhaltigkeit aller Produkte und Dienstleistungen ausüben werden.

Die Experten gehen auch von ganz konkreten Konsequenzen auf das Konsumverhalten und für die Vermarktung und Produktgestaltung aus.

Alle Ergebnisse finden sie unter www.delphi-energy-future.de

Sie sind auch jederzeit herzlich eingeladen Ihre Anregungen und Ideen mit uns zu teilen unter info@delphi-energy-future.com.

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